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Das Binntal, ein Seitental des Kantons Wallis, besticht durch landschaftliche Schönheit, eine vielfältige Flora und Fauna und ist weltbekannt für seine seltenen Mineralien. Seit 1964 steht das Binntal unter Natur- und Heimatschutz. Damit wurde einem überbordenden Tourismus und der Ausnutzung der Wasserkräfte vorgebeugt.

Imfeld, einer der fünf Weiler des Binntales konnte am 1. August 1998 als erste Ortschaft der Schweiz die Medaille der Stiftung „Archicultura“ entgegennehmen. Diese Auszeichnung erhielt Imfeld auf Grund seines intakten, harmonischen und malerischen Ortsbildes.

Eine schmucke Kapelle lädt in Imfeld wie in den übrigen Weilern zum Verweilen ein. Die Pfarrkirche in Wileren folgt dem Typ der Gommer Barockkirchen. Sie beeindruckt den Besucher mit dem Reichtum ihrer Ausstattung zu der auch das 1821 hergestellte Kristallkreuz gehört. Einen Sonderfall in der kirchlichen Architektur des Oberwallis stellt der kreuzförmige Grundriss der Wallfahrtskapelle in Heiligkreuz dar.

Mit 150 km gut erhaltenen Wander- und Bergwegen, abseits vom Lärm und von der Hetze unserer schnelllebigen Zeit, ist das Binntal ein wahres Wanderparadies. Der Schatz des Tales liegt jedoch im Berg. Die Natur hat vor Jahrmillionen dafür gesorgt, dass das Binntal zur mineralienreichsten Region der Alpen, vielleicht der Welt überhaupt, wurde. Wem die Farbenpracht der Mineralien nicht genügt, der kann hier die seltensten Alpenblumen entdecken. Die vielfältige Flora und die einzigartigen Mineralien gaben Anlass für zahlreiche Bücherund wissenschaftliche Arbeiten.

Die Mineraliengrube Lengenbach, ist eine der 10 berühmtesten Mineralienfundstellen der Welt. Während des Sommers werden jeweils Mittwoch Nachmittags Führungen durchgeführt. Die Halde vor der Grube ist jederzeit für Sammler und Hobbystrahler zugänglich.

Eine reiche Auswahl der seltenen Kristalle aus den Binner Bergen erfreuen das Auge des Betrachters im Mineralienmuseum in Imfeld und in der mineralogischen Abteilung des Regionalmuseums von Binn. Als eines der wenigen nicht staatlichen Museen im Wallis verfügt das Binner Museum über eine grenzüberschreitende und doch abgerundete ur- und frühgeschichtliche Dokumentation. Im ersten Stock erzählen Gräberfunde und Gebrauchsgegenstände aus dem Leben und Sterben der Menschen, die das Binntal im Laufe der Jahrhunderte bewohnten.

Mit seiner noch weitgehend intakten, ursprünglichen Landschaft, reich an Höhnenunterschieden und Kontrasten wurde das Binntal ins Bundesarchiv der Landschaften und Naturdenkmäler von nationaler Bedeutung aufgenommen. Die Begründung lautet: „Besonders schönes, durch Eingriffe nicht beeinträchtigtes Alpental. Geologisch sehr vielseitig; einzigartiges Fundgebiet für Mineralien; aussergewöhnlich reiche Pflanzenwelt.“ Einmal entdeckt, kann sich kaum jemand dem Charme dieses vielfältigen, wildromantischen Bergtales entziehen.